Arbeitende Muskeln sind unsere Heilorgane Teil 1

Letztens aus dem P.M. Magazin von 05/2014, frei nach Edith Luschmann:

Wissenschafter entdeckten neue Heilkünste unseres Muskelapparates.

Was wir schon lange wussten:
Muskeln dienen unserer mechanischen Fortbewegung.
Sie setzen Nervenimpulse in Kontraktionen um, damit wir unseren Knochenapparat bewegen können.

Was relativ neu ist, wir aber auch schon seit ein paar Jährchen wissen:
Durch Fitnesstraining, also Bewegung und Anstrengung unseres Körpers, werden unzählige Botenstoffe aus unseren arbeitenden Muskelzellen in den gesamten Körper ausgeschwemmt.

Muskeln kommunizieren so von sich aus mit den anderen Organen und können unseren gesamten Organismus positiv beeinflussen. Eine dänische Medizinerin namens Bente Klarlund Pederson hat vor etwa 10 Jahren diese Entdeckung gemacht. Somit wurden unsere Muskelzellen zu DEN Stoffwechselorganen schlechthin. Die produzierten Signalstoffe wurden ‚Myokine‚ getauft.

Zum Leidwesen mancher werden diese netten Tierchen aber erst ab einem gewissen Grad an körperlicher Anstrengung produziert.

Bisher wurden 600 bis 800 verschiedene Myokine entdeckt, die genaue Arbeitsweise von manchen ist noch immer unerforscht. Was man aber genau weiß ist, dass sie uns gesund machen und halten.

Man wusste nun bisher ja auch schon: Wer regelmäßig Sport betreibt hat ein geringeres Schlaganfall- bzw. Herzinfarktrisiko, ist weniger anfällig für Diabetes oder Alzheimer und leidet seltender an Osteoporose.

Was wir aber jetzt noch wissen:
Der Grund all dieser positiven Auswirkungen sind diese Moleküle namens Myokine.

Es gibt solche, die in den Muskelzellen selber wirken wie Interleukin-7, -8, und -15. Sie wirken wie Anabolika und sind für unseren Muskelaufbau zuständig. Diese sollen auch irgendwann bei Muskelschwunderkrankungen eingesetzt werden.

Andere schwärmen in den restlichen Körper aus und bewirken folgendes:

Interleukin-6 (IL-6) ist

  1.  für die Stoffwechselanregung zuständig. Fettsäuren aus der Nahrung werden somit nicht gespeichert, sondern abgebaut.
    Fazit: Nur aktive Muskeln verbrennen genügend Fettzellen. Nur wenig essen allein ist lange nicht so effektiv.
  2. unsere Diabetesprophylaxe. Dadurch wird mehr Glukose (also Zucker) aus dem Blut in den Muskel aufgenommen. Wenn die Regelung durch das Hormon Insulin nicht mehr so gut funktioniert (Insulinresistenz, Glukose-Intoleranz), hilft IL-6 unsere Zellen wieder empfänglicher für Insulin zu machen.
  3. auch Antreiber für Leber und Bauchspeicheldrüse, Insulin zu produzieren. Es hält unseren Blutzuckerspiegel konstant.

 

Fortsetzung folgt….